Stadtentwicklung

Das Wissen um die historische Entwicklung der Stadt ist für Udo W. Häberlin der Schlüssel, um zu einer funktionierenden Stadt der Zukunft zu kommen. Nicht die Summe von schicken und trendigen Gebäuden nahmhafter Architekten ergibt „Stadt“, sondern die möglichst vielfältige Funktion von Nutzungen rund um die Uhr.

Nur mit einem transdisziplinären Verständnis ist die Stadt erfassbar. Sie ist ein komplexes mehr oder minder historisches System, das sich im lokalen Raum manifestiert hat. Eine Stadt ist jedoch immer dynamisch. Sie ist weder (irgendwann) fertig, noch ist sie ein „Produkt“ einzelnen Planern. Deutlich wir dies, wenn „Soziale Veränderungsprozesse im Stadtraum“ beobachtet werden. Hierbei kann Planung im Rahmen der anhaltenden „Renaissance der Stadt“ mit einer „in Wertsetzung“ von öffentlichen Räumen steuernd eingreifen. Strategien gegen die Kommerzialisierung öffentlicher Güter oder ein Konzept für eine bessere Bewirtschaftung öffentlicher Räume sind in Diskussion. Auch die Auseinandersetzung zur Transformation des Raums wie Werben und Überwachen gehört hierzu.

Doch der öffentliche Raum stellt oft auch das Rückgrad von Stadtteilen dar. Er kann bei der Quartiersbildung, als Ort der Teilhabe (wienerisch: Grätzl) beitragen, ja sogar Identifikation liefern.

Werkstattbericht 161 „Identität und Raum“

Doch auch bei der Transformation zu einer klimaresilienten Stadt sind die öffentlichen Räume ein Schlüssel. Die Stadtklimaanalyse zeigt wichtige Regionen die für eine zukunftsfitte und gesunde Stadt nach und nach verbessert werden müssen.

In einem größeren Maßstab verdeutlich der „Masterplan Straße“ dies auf der Ebene eines eher kleinen Bezirks in Wien.

Ein Projekt, das eher das systemische der Stadt(strukturen) in den Fokus nimmt ist Resilient Cities. Die Beurteilung der Resilienz städtischer Strukturen und nachhaltiger Strategien wird als eine Schlüsselkomponente des Projekts gesehen.

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