Gesellschaft

Die Identitäten der Individuen in der urbanen Gesellschaft sind für Udo W. Häberlin elementarer Zugang zur Stadtwahrnehmung.

Die Wahrnehmung der Stadt war lange Zeit durch einen technischen, funktionalistischen Zugang geprägt. Er führte zu einer Funktionstrennung, der auch die Lebenswelten tendentiell auseinanderdividierte. Das zeigt der deutliche Bedeutungswandel der öffentlichen Räume (z.B. STEP2005 reduziert auf seine Verkehrsfunktion) mittlerweile als „wesentlicher Bestandteil der räumlichen wie sozialen städtischen Struktur“. (…) Er bedarf der „gleichen Aufmerksamkeit und Verantwortung wie die bebauten Räume.“ (MA 19 2009). Nichts verdeutliche dies besser als Aufnahmen der Stadt aus den 1970iger Jahre. Die Autos sind zwar bunt, jedoch dominiert der Freiraum zwischen den Häusern der Individualverkehr. Die Menschen können ja im Grünen ihre Freizeit verbringen….
Heute zeigt der öffenliche Raum, der zugleich auch als Spiegel der Gesellschaft gesehen werden, zwar noch immer überwiegend silbene und schwarze, sowie größere Autos jedoch sind sie nicht mehr überall in der Stadt so dominat. Dafür sind die öffentlichen Räume belebter und bunt durch eine Gesellschaft, die sich durch Diversität, auch in den Lebensstilen, kennzeichnet. Wie die Lebenslagen /-entwürfe bzw. Identitätskonstruktionen in Wien genau aussehen verraten Studiendetails  der Lebensqualitätsstudie.

Dabei wir Deutlich, dass Identitätskonstruktionen und Sozialisationsmechanismen bestimmend sind. Gemeinschaften, kollektives Zusammenhalten und Integration werden umso wichtiger, je mehr die Gesellschaft Krisen (wie Covid19 oder der Klimakrise) gegenübersteht. Das Recht auf ZUkunft thematisiert auch gleichzeitig die Generationenfrage in unserer Gesellschaft des demografischen Wandels. HIerbei scheint der Kit in der Gesellschaft, die Frage der Nachbarschaften sowie der Umgang, ein möglichst großes konfliktfreies Miteinander, wenn nötig ein Nebeneinander wichtige Themenfelder zu sein. Dabei sollten bewusstseinsbildende Maßnahmen den sozialen Zusammenhalt („Kohäsion“) fördern, statt ihn parteipolitisch zu gefährden.

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